MakesYourMondayMusic

Obwohl ich immer noch mehr Zeit damit verbringe, etwas Gescheites auf Netflix zu suchen als zu finden (und mich sowieso lieber auf Empfehlungen verlasse, siehe HIER), schlägt mir der Algorhytmus doch immer mal wieder was Passendes vor. So geschehen mit der Serie Hip Hop Evolution. Endlich lerne ich die Hintergründe zu so vielen Entwicklungen in dieser Kultur und höre Erklärungen zu meinen liebsten Hits und Künstlern. Die Künstlerinnen allerdings kommen auch hier eher knapp und zu kurz vor. Immerhin ist ihnen in einem Serienteil ein kleiner Teil gewidmet (ja, ein Teil in einem Teil). Einmal mehr wird mir als Durchschnitts-schweizerin bewusst, wie viele Privilegien ich seit Geburt geniesse. Angefangen mit dem sogenannt stabilen Elternhaus, weiter über die solide Schul- und berufliche Ausbildung bis hin zu der Freiheit, mich zu entscheiden, was und wie viel ich arbeiten möchte. Daher fiel es mir wohl auch seit jeher schwer, mich mit gewissen Sparten des Hip Hop anzufreunden/zu identifizieren. Und noch schwerer fiel es mir, die vermeintlichen Zürcher Gangster ernst zu nehmen. Jene, die sich brüsteten, wegen einer illegalen Sprayerei oder bitzli Gras dealen verhaftet worden zu sein und eine ganze Nacht in U-Haft verbracht zu haben. Denn wer die Serie schaut, realisiert, dass die (Über)Lebensumstände in einer Bronx oder einem Brooklyn keinesfalls zu vergleichen sind mit – sagen wir mal – Seebach oder Schwamendingen. Angefangen damit, dass wir alle Weiss sind und das grösste Vorurteil von Beginn weg wegfällt. Sorry, Homies.

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