Anti Lädelisterben

Da hab ich doch vor Kurzem hier gross hupend diese neue Serie MACHERINNEN* angekündigt, gäll? Nun sind mir seither einige Plattformen begegnet, die in Etwa genau das machen. Also neue, junge, schöne und gescheite Unternehmen oder Menschen vorstellen. Da ich absolut gegen zweigleisig Fahren bin, stelle ich euch lieber gleich besagte Plattformen vor. Hier bitte:

ONEDAYPORTRAIT.COM
Gegründet von Laura Brüllmann und Gabriella Hummel während ihres Journalismus Studiums. Bisher 18 Portraits in regelmässigen Abständen. Eine schön kuratierte Plattform mit vertiefter und interessanter Schreibe.

MARNO.CH
Gegründet von Noëmi-Lea Spörri und Marina Jung. Bisher 12 Portraits und drei Interviews. Sie vernetzen Schweizer Girlpower (wobei jetzt gerade diese Kategorie noch under construction ist) und wollen Frauen dazu inspirieren, ihren eigenen Weg zu gehen. Findi guät. Gescheite Beiträge, z.B. über die nach wie vor herrschende Lohnungleichheit in unserem Land.

SHOPLOCAL.CH
Gegründet von June von Bonin und Alain Leclerc von Bonin. Die Plattform fördert lokale Unternehmer, die einzigartige Shopping-Erlebnisse bieten. Es erzählt die Geschichten hinter den Unternehmern und Produkten. Noch etwas wenige, dafür aber ganz tolle Läden, die vorgestellt werden. Die Plattform soll konstant erweitert werden.

THEDESIGNPOT.NET
An online magazine dedicated to independent, affordable design and emerging creatives. Its motto is “Where design grows”. Das doch mal was für uns Stilnazis. Verschiedene Kreative tragen Artikel zur Plattform bei. Der erste Eindruck ist sehr professionell und lässt vermuten, dass hier gross und mit Weitsicht geplant wird.

KREISLAUF 4 + 5
Die Mutter aller Hipsterführer, sag ich mal, gehört erwähnt. Ursprünglich als Aufwerter an und um die Langstrasse gedacht, pulsieren die Stiladern mittlerweile von den Viaduktbögen bis in den Kreis 3. Feierte letzten Monat 10jähriges und ist ein solider Führer in dieser Stadt was Qualität anbelangt. Gegründet von René Grüninger (luschtiger Name, gä?). Wirkt ein kleines Bisschen entrückt aber verhebet total und ist mit riesig viel Herzblut gemacht. Der Führer ist elektronisch und als Buch gebunden erhältlich.

Bei allen obigen Plattformen finde ich super, dass sie kleine Unternehmen und/oder Einzelpersonen vorstellen, die sind nämlich sehr wichtig und der Leim einer jeden Gesellschaft. Gegen das Lädelisterben sozusagen. Was ich aber auch bei allen Plattformen vermisse, sind die alteingesessenen Zürcher Läden und Lokale. Ausser ein paar wenigen wie der Schwarzenbach oder das Odeon vielleicht, entsprechen diese nicht den momentanen ästethischen Vorgaben, waren und sind aber für diese Stadt ebenso wichtig wie alle Neuen. Es gibt sie nämlich noch, die Fachgeschäfte für Lebensmittel, Backware, Elektronik, Frisuren, Bücher und Haushalt. Was Lebensmittel abdeckt gibt es einen ganz tollen Führer: Zürich by Food. Darüber hab ich schon in meiner Bücherliste 2015 geschrieben und es ist – ihr erratet es – ein Büchlein und keine elektronische Plattform. Und deshalb wertvoll, weil es kleine feine, unbekannte Macher in der Stadt zusammenträgt. Deshalb gehört es hier in diesen Beitrag.

*MACHERINNEN: es könnte gut sein, dass ich zum Serienjunkie geworden bin, weil ich als Kind nie welche schauen durfte. Jedenfalls habe ich vor einem Jahr angefangen, Kuchen zu tauschen und dann vor Kurzem noch mit diesen Macherinnen. Jetzt aber finde ich, aus den zwei Serien darf gern eine werden. Ergo, werde ich meinen liebsten Programmierer bitten, dies zu tun, damit ich vielleicht doch noch über ein paar Weitere schreiben kann. Zum Beispiel über den schönsten Flohmi der Stadt. Was meinsch?

Entschleunigen

Ein Modewort. Wir reden alle davon. Und haben Mühe, eben jene in unseren Alltag einzubauen. Da no churz, det no schnäll. Diese Woche habe ich meine Bürotage auf Mo, Mi, Di gelegt, weil ich noch gefühlte tausend Dinge erledigen wollte. Also habe ich übergeben, abgeschlossen und all die merkwürdigen Dinge, die IMMER passieren, kurz bevor man in die Ferien fährt, erledigt (verdächtig hohe Feuchtigkeit im Serverraum, neue Virusse getarnt als Bewerbungsdossiers, Spesen vom Chef, ihr kennt das). Item. Gleich danach wollte ich nach Hause rennen und zwei neue Kurse im Shop hochladen, den entsprechenden Newsletter dazu schreiben und versenden, zwei Blogbeiträge texten und die Veröffentlichung für nächste Woche planen. Notabene auch noch die jeweiligen dazugehörigen Beiträge auf den sozialen Medien erstellen. Und Wäsche waschen. Voll gstört, oder? Stattdessen habe ich im Stadtbad angerufen und gefragt, ob sie JETZT einen Massagetermin frei hätten. Sie hatten. Foto 15.06.16, 19 41 13 Weil, wenn ich halbpatzige Texte rauslasse und Weiterlesen »

Wildspargelsalat

Ich gehe öbbe mal am Samstag in Örlikon am Markt einkaufen. Und jetzt im Vorsommer ist es herrlich, wenn all die guten Sachen wieder näher kommen. Aprikosen und Nektarinen aus Frankreich, Erdbeeren aus Italien, Erbsen aus Wädenswil. Beim Pilzhandel gibt es das ganze Jahr durch Exoten wie Zitronengras, Ingwer und – ihr erratet es – Pilze. Und zurzeit gerade auch Wildspargel. Praktischerweise haben sie dazu ein Rezept aufgehängt: rezept_wildpsargelsalat_iii Ich habe Thymian statt Weiterlesen »

Gschaffig

Das ist einer der Hashtags, die ich auf Instagram für die Kurse im Popupstudio verwende. Seit gut einem Jahr bin ich als Zwischennutzerin in der ehemaligen Schulthess Druckerei im schönen Seefeld eingemietet. Die 70m2 teile ich mit drei Freundinnen: einer Kinderbuchautorin, einer Siebdruckerin und einer Kleidermacherin. Zurzeit ist angekündigtes Mietende September, das geht aber schon seit einem Jahr in 1-3 Monatsschritten so. Wir werden sehen. Leider hat uns die tolle Pauline von JUNGLEFOLK verlassen und wir suchen noch jemand, der mit uns die Fläche teilt. Falls du interessiert bist, hinterlasse doch hier unter dem Text einen Kommentar und ich melde mich bei dir für Details. popupstudio_ready Einmal im Monat verschicke ich Weiterlesen »

Götter, Geister und Dämonen

Da wollt ich gerade eben mein Abonnement des National Geographic Newsletters löschen und sehe aber, dass sie eine Foto Reportage über verschiedene traditionelle Feste in Japan bringen. Also, lösche ich das Abo noch nicht. Der Link zur Reportage HIER. charles-freger-yokainoshima-07.ngsversion.1463579808475.adapt.590.1

MakesYourMondayMusic

Die blonde Freundin und ich haben so einen Tick. Wenn wir schöne Menschen sehen, dann würden wir uns am liebsten vor sie hin setzen und anstarren. Einfach starren. Weil jedes Wimpernzucken, jedes Verziehen der Lippen, jede Kopfbewegung verdient Bewunderung. Finden wir. Weil sich so ein Benehmen aber ja nicht gehört, halten wir uns meistens zurück. Und meistens finden sich schöne Menschen irgendwann damit ab, jederzeit eine Extraportion Aufmerksamkeit ertragen zu müssen. Was wohl nicht das Schlimmste auf der Welt sein kann. Seit gut einem Jahr nun hört man die Stimmen der Schwestern Naomi und Lisa-Kainde Diaz alias IBEY auf diversen Kanälen. Die blonde Freundin und ich müssen unsere Benimmregeln noch einmal überdenken, weil hier wird es schwierig. Die Schwestern haben Monstertalent, sind wunderschön und singen wie Engel.

Tu doch was vii

Gestern war ich an einer Podiumsdiskussion zur Abstimmung über das bedingungslose Grundeinkommen. Mehr als vorher weiss ich nicht, weil auch in diesem Fall ja alle von etwas reden, das sie nicht wissen können. Ich hätte es gerne gehört, wenn die Dam- und Herrschaften etwas mehr in die Tiefe gegangen wären und z.B. konkret ein Berechnungsbeispiel gemacht hätten. Aber immerhin war der Kaufleuten Saal voll und es WIRD darüber geredet. Es war eine nette, eloquente, theoretische Runde und abgesehen von den lahmen Fragen aus dem Publikum auch kurzweilig. Ich kann ja diese Arena im Fernsehen nicht schauen; was da eins rumgeschrien und behauptet wird, die Balken biegen sich. Zu viel mansplaining für meinen Geschmack. Um aber auf den Punkt zu kommen: die Sonne scheint und ich hab hier was für euch.

BADESAISON – alle Kreise, Mai – Sep 2016
Doch, er ist hier. Der Sommer.

KUNST & KREMPEL – Kreis 8, 19. – 21. Mai
Ateliers und Werkstätten der Arbenzstrasse öffnen Tür & Tor und verkaufen Kostbarkeiten.

TAXI DANCERS – Théâtre de Vidy, Lausanne, 20. – 29. Mai
Ich bin Fan von Evalyn Eatdith und sie ist diesmal ein Taxi Dancer.

VELOPUTZ – Kreis 10, 23. Mai
Der Öpfelchasper war einer meiner liebsten Arbeitgeber. Und mein Velo hats echt nötig.

Tu doch was ITu doch was IITu doch was IIITu doch was IVTu doch was V, Tu doch was VI

Revision

Letzte Woche habe ich von einem meiner Brüder erfahren, dass er diesen Sommer die Schweiz durchwandert. Geile Siech. Da ich ihn auf gewissen Etappen begleiten will – sofern er mich denn mitnimmt – habe ich letzte Woche ganz sanft angefangen, zu trainieren. Hüstel. Weil, jetzt mal grundsätzlich: spazierst du noch oder wanderst du schon? Die Ansichten sind da sehr flexibel. Spaziergänge sind meiner Meinung nach eher auf flachem Terrain und können in FlipFlops, Jeans und mit einem Hipsterrucksack bewältigt werden. Wanderungen sind dann sowas ab zwei Stunden, über 1500 Höhenmeter, mit tropfendem Schweiss und heftigem Keuchen. Und gerne auch in Fönkschenelwär gekleidet. Deshalb, sehr verehrte Leserinnen und Leser, war ich letztes Wochenende auf einem zweiteiligen Spaziergang. Weil jetzt, in der Übergangszeit, wo oben noch Schnee liegt und unten alles braun ist, nicht gewandert werden kann. Wir machten also einen Ausflug auf den Chäserrugg: IMG_7418 Das ist einer der Weiterlesen »